Die nächste Konferenz wird vom 05. – 07. November 2019 in Wuppertal stattfinden.

2012 Duisburg – Tagungsprotokoll

1. Tag – 6. November 2012

Torsten Hiermann (Leiter DVV Konzernkommunikation) stellt sich vor und wird für die nächsten drei Tage die Moderation der Konferenz übernehmen. Die Abendveranstaltung des heutigen Tages wird von ihm für 18.30 Uhr angekündigt und er verspricht einen kurzweiligen und unterhaltsamen Abend.

Jan-Eric van Voorn begrüßt die mehr als 100 Teilnehmer und stellt den Ablauf des heutigen Konferenztages vor. Herr Hiermann übernimmt die Vorstellung des Podiums.

Sören Link begrüßt in seiner Funktion als Oberbürgermeister und Aufsichtsratsmitglied ebenfalls die 25. SAP/NT-Konferenz in Duisburg. Er freut sich, dass alle Teilnehmer den Weg hierher gefunden haben. Sören Link bedauert, dass angesichts der Tagesordnung die Teilnehmer keine Zeit finden werden, um die Stadt Duisburg genauer kennen zu lernen. Die Stadt Duisburg hat sich immer auf ihre Stadtwerke verlassen können. Die Stadtwerke engagieren sich in vielen Projekten als Föderer, Sponsor und Unterstützer. Herr Link nutzt die Veranstaltung und spricht seinen Dank für die Arbeit der Stadtwerke aus. In diesem Sinne wünscht er eine erfolgreiche Konferenz und einen angenehmen Aufenthalt in dieser Stadt.

David Kaparthy (Arbeitsdirektor DVV) schließt sich den Begrüßungsworten an und spricht seine Anerkennung für die Leistung der letzten 25 Jahre aus. Die Teilnehmer haben aus seiner Sicht Einfluß auf die Entwicklung genommen und sind für ihn das Sprachrohr der Beschäftigten. Trotz der rasanten Entwicklung ist sein persönlicher Eindruck, dass alle in die gleiche Richtigung gehen. David Kaparthy sieht sich nicht als gegnerische Partei sondern als Partner. Er persönlich hat ein hohes Maß an Vertrauen in die Mitbestimmung.

Zum Schluß wünscht David Kaparthy ebenfalls eine erfolgreiche Tagung und viel Spaß bei der Konferenz.

Abschließend begrüßt der Betriebsratsvorsitzende Axel Prasch die Konferenzteilnehmer und bringt sein Erstaunen zum Ausdruck, wie schnell das letzte Jahr vergangen ist. Axel Prasch sieht die SAP/NT-Konferenz als Übung für eine eventuelle NBK im Jahr 2015.
Als Arbeiterstadt wird in Duisburg die Mitbestimmung groß geschrieben und es wird ein guter Umgang untereinander gepflegt.
Es liegen drei spannende Tage vor uns und Axel Prasch wünscht allen einen guten Konferenzverlauf.

Walter Michnik (Betriebsrat DEW 21 und AK-Mitglied) stellt das Projekt „Wer kennt ALS“ vor und erklärt, dass auf den Tischen Flyer und Unterschriftslisten liegen. Die Unterschriften sollen auf das Forschungsdefizit aufmerksam machen. Walter Michnik bittet darum, die Listen zu unterschreiben und damit das Projekt zu unterstützen. Hierfür dankt er den Teilnehmern im Voraus.

Der Sprecher des Arbeitskreises Uwe Herzog geht in seinem Bericht des SAP/NT-Arbeitskreises auf die Historie ein und heißt die angereisten ehemaligen Arbeitskreis-Mitglieder willkommen. Anschließend stellt Uwe Herzog die Themen des Arbeitskreises und die Auswertung der Fragebögen vor. Die Auswertung zeigt, dass die Qualität der Konferenz in den letzten Jahren deutlich verbessert wurde.
Für das Jahr 2013 haben sich die Stadtwerke Mainz AG als Ausrichter zur Verfügung gestellt. Für die Jahre 2014 und 2015 werden noch Ausrichter gesucht.
Abschließend wünscht auch er einen interessanten Konferenzverlauf.

Das erste Thema der Konferenz Mobiles Arbeiten wird von Oliver Scibor (swb AG) und Ingmar Carlberg (Forbit) vorgestellt. In ihrem Vortrag berichten sie über die Erfahrungen mit mobilem Arbeiten bei der swb AG. Dabei gehen sie auf den zeitlichen Ablauf, den stattgefundenen Workshops mit seinen Ergebnissen und den Verhandlungen mit dem Arbeitgeber zum Abschluss einer Regelung ein. Die Regelung kann im Forum am 07.11.2012 eingehender betrachtet und diskutiert werden.

Nach der Kaffeepause gibt Jan-Eric van Voorn noch den Hinweis, dass im Eingangsbereich des Tagungssaales eine Spendenbox aufgestellt ist. Die eingehenden Spenden sollen der Lebenshilfe Duisburg übergeben werden. Die Lebenshilfe Duisburg hilft und unterstützt geistig behinderte Menschen.

Anschließend berichtet Nils Nolting über Soziale Netzwerke Web 2.0. In seiner Präsentation definiert er Soziale Netze. Auch gibt er einen Überblick über Soziale Netze und stellt ein Ranking der Websites vor (Platz 1: Google.de, Platz 2: Facebook). Anschließend erklärt er eindrucksvoll anhand von Beispielen die Folgen und Risiken, die sich aus der Teilnahme an Sozialen Netzwerken ergeben können. Nils Nolting stellt den Teilnehmern Soziale Netze im Unternehmenseinsatz vor. Beispielhaft sei hier der Austausch mit Kunden, Informationsaustausch, interne Kommunikation, Recruting o. ä. genannt.

Um den ersten Konferenztag abzurunden, geht es um 18.30 Uhr mit Bussen in die Schauinsland Reisen-Arena. Dort angekommen, werden die Teilnehmer von Axel Prasch und Pascal Zimmer begrüßt. Markus Krebs, der 2011 den Comedy-Preis gewonnen hat, begleitet den Abend mit seiner kurzweiligen Vorstellung.

 

2. Tag – 7. November 2012

Nach einer kurzen Begrüßung durch den Moderator beginnt der zweite Konferenztag.

Henry Sachse (DVB AG) beginnt mit dem Thema Archivierung bei der DVB AG. Entgegen der Programmankündigung übernimmt er den Vortrag alleine, da Jutta Hermann der Dresdner IT leider kurzfristig absagen musste.
Henry Sachse stellt die DVB AG in Zahlen, Daten, Fakten vor. Die Archivierung bei der DVB AG begann im Jahr 2004 mit den Lohnunterlagen aus PAISY. Nach den Eingangsrechnungen im Jahr 2005 ging es 2008 mit der Geschäftspartnerakte (SAP-PT) und MS Exchange E-Mail Archivierung weiter. Die E-Mail Archivierung ist Pflicht, da es Verpflichtungen aus GdPdU, GoBS, AO und HGB für die Unternehmen gibt. Viele aufbewahrungspflichtige Unterlagen werden heute per E-Mail versandt. Innerbetrieblich gibt es Organisations-Anweisungen und eine Betriebsvereinbarung. Des Weiteren geht Henry Sachse auf die Hintergründe ein und stellt die einzelnen Projekte vor.

Vor der Kaffeepaus gibt Peter Lindner noch die Räume der Foren bekannt. Die Foren enden um 16.00 Uhr, so dass alle Teilnehmer noch die Möglichkeit haben, die Zeit bis zur Abendveranstaltung frei zu gestalten.

Nach der Pause macht Thomas Dorstewitz (enercity – „Tarnname“ für die Stadtwerke Hannover AG) mit seinem Vortrag Cloud Computing … und der Betriebsrat!? weiter. Mit Hilfe eines Schaubildes stellt er die (beschauliche) IT-Welt „Heute“ vor und hinterfragt die Verständlichkeit der Veränderungen auf Gesetzes- und Regelungsebene. Die Definition von Cloud Computing und die Eigenschaften von Cloud- Services werden von ihm erklärt.
Im weiteren Verlauf stellt Thomas Dorstewitz fest, dass Cloud Computing kein Teufelszeug ist – die Frage sei nur, wie man damit umgeht. Auch der Betriebsrat muss sich mit verschiedenen Fragestellungen beschäftigen und sich Gedanken machen. Hierzu gehören Fragen zur Datenverarbeitung (Wo?), zur Kontrolle (Wer?), der Sicherheit (Verschlüsselung!!) und die Auswirkungen auf Arbeitsplätze vor Ort. Seminare zum Thema Cloud Computing sind seiner Meinung nach Pflicht für Betriebsräte!

Nach der Mittagspause werden ab 13.00 Uhr die Foren besetzt.

  • Mobiles Arbeiten
  • Soziale Netzwerke
  • Archivierung

Nach interessanten Diskussionen und vielen guten Informationsgesprächen innerhalb der Foren, geht es um 18.30 Uhr mit Bussen in das Historische Wasserwerk. Die Teilnehmer werden dort von Axel Prasch und Jan-Eric van Voorn begrüßt und kurz in die Geschichte des Wasserwerkes eingeführt.

 

3. Tag – 8. November 2012

Der dritte und letzte Konferenztag beginnt mit organisatorischen Hinweisen durch den Moderator und geht mit Sascha Grunow (Geschäftsführer Trinedy) und dem Thema Info SharePoint weiter.

SharePoint ist derzeit das am stärksten wachsende Produkt auf dem Markt. In seinem Vortrag vergleicht Sascha Grunow SharePoint mit Lego: Man kann kreativ sein, die einzelnen Teile passen zusammen und es ist ein Baukastenprinzp. Diese Portallösung von Microsoft hält in immer mehr Produkten Einzug. Im SharePoint gibt es die Bereiche Internet (Zugriff auf öffentliche Informationen), Intranet (nur für internen Zugriff) und das Extranet (für Mitarbeiter und Geschäftspartner). Die Informationsbereiche Publishing (öffentlicher Zugriff), Collaboration (Teamzugriff) und MySite (individuelle für jeden einzelnen Benutzer) werden durch SharePoint bedient. Es ist eine webbasierte Lösung, wo Daten und Informationen strukturiert und zentral abgelegt werden. Selbstverständlich sind die Office-Produkte integriert.
Die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten werden von Sascha Grunow erklärt und teilweise auch mit Praxisbeispielen verdeutlicht.

Weiter geht es mit Datensicherheit / Neuerung im Datenschutz, vorgestellt durch Jochen Brand (Dipl.-Wirtschafts- und Arbeitsjurist), der auch Betriebsrat gewesen ist.
In seiner Präsentation stellt Jochen Brand Neues zum Fernmeldegeheimnis vor, erklärt, wann es gilt und warum es wichtig ist. Er stellt die Frage ob das Urteil vom LAG Berlin-Brandenburg (4 Sa 2132/10 vom 16.02.2011) wichtig oder eine Kuriosität ist. In dem Urteil wird die Ansicht vertreten, dass ein Arbeitgeber niemals Anbieter ist. Dieses Urteil wird u. a. auch von den Aufsichtsbehörden für Datenschutz scharf kritisiert.
Auch wenn eine Splittung von Unternehmen im Steuerrecht und BetrVG nachvollzogen werden kann, gibt es bezüglich der Datenverarbeitung im Konzern keine Sonderregelungen für den Datenschutz. Konzernstrukturen o. ä. werden im BDSG nicht berücksichtigt. So muss der Arbeitgeber nachweisen, dass er eine Rechtsgrundlage für die Übermittlung von Daten hat.

Der Vortrag wird unterbrochen, damit die Spenden der Teilnehmer und der Stadtwerke Duisburg AG in Höhe von 1.000,00 € mit einem Scheck von Peter Lindner an Rainhard Luderer, als Vertreter der Duisburger Lebenshilfe, zu überreichen.

Anschließend geht es in dem Vortrag weiter. Jochen Brand stellt weitere Datenschutzthemen vor und beantwortet Fragen wie „GPS als Überwachungstool?“ und „Welchen Weg geht eine Verordnung?“.
Zur EU-Datenschutzgrundverordnung gibt es vier Highlights für Betriebsräte: Einwilligung im Arbeitsverhältnis wird ausgeschlossen / Nationale Kompetenz für den Arbeitnehmerdatenschutz / Stärkung des organisatorischen und technischen Datenschutzes / Datenschutz by Default. Es git aber auch vier Lowlights für den Betriebsrat: On Shop Stop / Vereinfachung der Datenverarbeitung im Konzern / Die starke Stellung der EU-Kommission / Die Schwächung des betrieblichen Datenschutzbeauftragten.

Zum Abschluss der Konferenz bedankt sich Peter Lindner bei den Duisburger Kollegen für die Ausrichtung. Ein besonderer Dank geht an Giovanna Hofmann und Anke Urbaniak.

Des weiteren werden die Arbeitskreis-Mitglieder Walter Michnik und Reinhard Niemann mit herzlichem Dank für ihre gute Arbeit verabschiedet.

Zu guter Schluss werden die Teilnehmer mit den besten Wünschen für die Heimfahrt verabschiedet.

 

 

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