Die nächste Konferenz wird vom 13. – 15. Oktober 2020 in München stattfinden.

2010 Stuttgart – Tagungsprotokoll

1. Tag – 02. November 2010

Holger Zepernick, Betriebsrat der Stuttgarter Straßenbahnen AG, begrüßte knapp 100 TeilnehmerInnen aus rund 50 Versorgungs- und Verkehrsunternehmen auf das Herzlichste. Er freue sich, das die Stuttgarter Straßenbahnen AG Gastgeber der 23. SAP/NT-Konferenz sind und hofft auf interessante Referate und vor allem auf einen regen Erfahrungsaustausch.

Reinhold Bauer, Personalvorstand und Arbeitsdirektor der Stuttgarter Straßenbahnen AG, überbrachte die herzlichen Grüße des Oberbürgermeisters der Stadt Stuttgart, Wolfgang Schuster, welcher aus terminlichen Gründen leider nicht persönlich kommen konnte. Er stellte die Stadt Stuttgart kurz vor, das weltberühmte Ballett sei ein kulturelles Aushängeschild der schwäbischen Metropole, aber auch der Schlossplatz, die Königsstraße oder der Fernsehturm sind touristische Anziehungspunkte! Wirtschaftlich sind die Auto- und Maschinenbauindustrie die Schwerpunkte für eine anhaltende Konjunktur. Weiterhin gibt es IBM-Liegenschaften, Forschungslabore vieler Firmen und Institute oder HP mit Sitz in Böblingen. Nicht zu vergessen, dass Hermann Hollerith (1860-1929) in Sindelfingen Ende des 19.Jahrhunderts ein auf Lochkarten basierendes Verfahren einschließlich der zugehörigen Stanz- und Auswertemaschinen Tabelliermaschinen entwickelte.

Bei der SSB AG gibt es eine starke DV-Durchdringung, was mit viel Arbeit und gegenseitigen Vertrauen zwischen Geschäftsleitung und Betriebsrat verbunden ist.

Die SSB AG ist eine 100% ige Tochter der Stadt Stuttgart im Rahmen einer Obergesellschaft.

Die SSB AG besitzt z. Z. 164 Stadtbahnwagen, 20 neue kommen noch hinzu. Im Bestand sind weiterhin 265 eigene und 70 gemietete Busse. Dazu kommen im Liniennetzplan noch die Standseilbahn und die Zahnradbahn.

Rund 900.000 Einwohner werden in und um Stuttgart mit Verkehrsdienstleistungen bedient.

Der Höhenunterschied innerhalb der Stadt beträgt 300 m und damit gibt es in Stuttgart die steilste Stadtbahnstrecke der Welt!

Nach seiner Kenntnis sei die SSB AG das einzige kommunale Unternehmen in der Bundesrepublik ohne eine Fahrdiensttochter und darauf ist man stolz!

Durch Restrukturierungsmaßnahmen von 1992 – 2009 gab es einen Stellenabbau von 20 %, im Gegenzug wurde z.B. der Km-Satz beim Bus um 18 % gesenkt. Der Kostendeckungsgrad liegt z. Z. bei 94 %.

Die SSB AG ist ein sehr soziales Unternehmen, man leistet sich seit vielen Jahren den Waldpark, wo viele Veranstaltungen stattfinden, wo es Sportplätze, eine Kegelbahn, einen Hochseilgarten, eine kleine Rundstrecke mit Lokomotive und Hängern und andere schöne Dinge gibt. Früher wurden im Waldpark die Tarifverhandlungen der ÖTV durchgeführt.

Nun nahm Herr Bauer noch zum brisanten Thema „Stuttgart 21“ Stellung. Er habe nie gedacht, das z.B. die Zeitschriften Stern und Spiegel so viele Unwahrheiten über dieses Thema verbreiten würden. Auch im TV gab es reihenweise Falschmeldungen! Er sei ein großer Verfechter dieses Baus und sieht die Vorteile u.a. in kürzeren Reisezeiten, mehr ÖPNV und mehr Personalbedarf. Eine Schlichtung kann nicht zu einem Baustopp führen, betonte Herr Bauer weiter.

Für Ihn hängt sehr viel Herzblut an dieser Sache, er ist seit 32 Jahren im Nahverkehr tätig, sagte Reinhold Bauer zum Schluss seiner Begrüßung, die mit viel Applaus bedacht wurde!

Nun war der BR-Vorsitzende  der Stuttgarter Straßenbahnen AG, Kollege Klaus Felsmann an der Reihe, er sagte, daß er einige bekannte Gesichter in der Runde entdeckt habe, aber durch die zurückliegenden BR-Wahlen natürlich auch wieder neue TeilnehmerInnen dazu kommen.

Wichtige Themen sind auf der Tagesordnung, die sicher zu einem interessanten Erfahrungsaustausch führen würden. Er selbst habe aus Zeitgründen noch nie an einer Konferenz teilgenommen, wird aber versuchen, punktuell dabei zu sein.

Die IT-Sicherheit ist z. Z. ein sehr großes Thema bei der SSB AG, insgesamt sind dazu drei Berater in der Firma engagiert, zwei für das Unternehmen, einer für den BR, der die beiden erstgenannten aber aufwiegt.

Zum ELENA sagte Klaus Felsmann, 40 Seiten Daten werden von jedem Mitarbeiter gespeichert! Auch die elektronische Personalakte ist ein wichtiges Thema, der BR muss dort Zugriffsrechte bekommen.

Bei der SSB AG sind 60 Personen im IT-Bereich beschäftigt, spezifische Themen im IT-Bereich erfordern spezielles Fachwissen. Der IT-Bereich der SSB AG betreut auch externe Firmen, so z.B. die Hypovereinsbank und Kabel-BW.

Der Aufwand im IT-Bereich hat zur Folge, das z.B. Relaesewechsel nur noch am Wochenende oder nachts durchgeführt werden können.

Durch diese enorme Arbeitsbelastung steigen die gesundheitlichen Gefahren für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, es gibt viele Bereiche, wo Herzinfarkte aufgetreten sind!

Zum Schluss dankte Klaus Felsmann dem Arbeitskreis für die Organisation der Konferenz und wünschte allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ereignisreiche Tage in Stuttgart.

Nun folgte der Arbeitskreisbericht von Uwe Herzog, auch nachzulesen unter Vorträge der Konferenz.

Als nächstes wurde der langjährige Webmaster des Arbeitskreises, Dirk Katzung, aus dem AK verabschiedet. Dirk muss sich aus beruflichen Gründen leider aus dem AK zurückziehen, Peter Lindner und Uwe Herzog, die Sprecher des AK, bedankten sich bei Dirk Katzung für seine hervorragende Arbeit derletzten Jahre. Dirk Katzung erwiderte in einer bewegenden Rede den Dank für eine langjährige gute Zusammenarbeit im AK und das er nicht nur Kollegen, sondern auch Freunde dort gefunden hat!

Die ersten Vorträge der diesjährigen Konferenz hielten Hagen Rösch-Meier von der Braunschweiger Versorgungs AG und Horand Krull, Geschäftsführer von „ Bittner & Krull “ – Vortrag.

Nach einer ersten Kaffeepause führte Walter Michnik, Mitglied des AK, in das nun folgende Forum ein. Es wurden die verschiedensten Punkte zum Thema „Ganzheitliche Lösungen für mobile Prozesse oder Datenschutz“ angesprochen, so der Datenschutz, der Schulungsbedarf der MA, die technischen Voraussetzungen oder die Effizienz des Systems.

Weiterhin wurden die Kosten für eine Einführung des Systems hinterfragt, die variieren je nach Größe des Projektes zwischen 50.000 € – 5 Mio. €.

Zur Durchführung eines Projektes wurde festgestellt, dass die entsprechenden Prozesse erst einmal auseinandergenommen werden in DV-gerechter Form, es kann bis zu zwei Jahren dauern, dass Ergebnisse vorliegen.

Den Abend des ersten Tages verbrachten die TeilnehmerInnen im Waldaupark, im Waldheim der SSB AG.

Neben kulinarischen Köstlichkeiten und einer hervorragenden Performance eines Künstlers der Stadt war nun die Gelegenheit etwas ausgiebiger über verschiedene Themen zu sprechen. Es war ein rundum gelungener Abend!

 

2. Tag – 03. November 2010

Holger Zepernick begrüßte alle TeilnehmerInnen in der Hoffnung, dass der vorherige Abend den Geschmack aller getroffen habe und er wurde nicht enttäuscht!

Nun war Michael Schneider, interner IT-Berater des Gesamtpersonalrates der Berliner Wasserbetriebe an der Reihe, um sein Referat zur „Videoüberwachung mit moderner Technik“ vorzutragen. Er tat dies in einer Art und Weise, die hervorragend bei den Zuhörern ankam und mit viel Applaus bedacht wurde.

Nach der Kaffeepause sprach Hans-Günter Wassermann, Mitglied des AK und seit 1999 im Betriebsrat der WSW und dort für die IT verantwortlich zum Thema „Elektronische Personalakte – ein Praxisbericht“.

Vor dem Mittagessen war dann Michael Kühn (FORBIT Hamburg) dran, um über die „Einführung einer Personalsoftware“ zu referieren.

Am Nachmittag wurden dann in guter Tradition die bisherigen Vorträge in verschiedenen Foren diskutiert und Erfahrungen ausgetauscht, sowie Hilfestellungen für eventuell abzuschließende Betriebs- oder Dienstvereinbarungen zu geben.

Zum Abschluss des zweiten Tages ging es dann abends nach Ullbach zum Kelter, wo es ein hervorragendes Abendessen und eine Weinprobe gab.

 

3. Tag – 04. November 2010

Der letzte Tag der Konferenz war gekommen und Thomas Bäuerle von der SSB sprach zum Thema „ELENA“ .

Nach der letzten Kaffeepause referierte Bernd Zöllkau, ehemals Datenschutzbeauftragter der Stadtwerke Kiel zum Thema „Wann hört Datenschutz eigentlich auf?“.

Günther Hermann, Stadtwerke Bremen, wurde von den beiden Sprechern des AK nach langjähriger Mitgliedschaft verabschiedet. Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmals ganz herzlich für seine geleistete Arbeit.

Peter Lindner, Sprecher des AK, bedankte sich noch einmal bei unseren Gastgebern und vor allem auch bei den vielen Helferinnen und Helfern im Hintergrund, für die erfolgreiche Konferenz!

Die Konferenz 2011 findet in Münster statt!

 

Uwe Herzog
Protokollführer

 

 

 

 

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