Die nächste Konferenz wird vom 05. – 07. November 2019 in Wuppertal stattfinden.

1999 Mannheim – Tagungsprotokoll

1. Tag – 19. Oktober 1999

Am 19.10.1999, um Punkt 14.00 Uhr wurde von Manfred  Lösch, freigestellter BR der MVV AG, die 12. SAP- Betriebs- und Personalrätekonferenz mit folgenden Worten eröffnet:

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Gäste,
im Namen des Betriebsrates der MVV Energie AG möchte ich Sie herzlich zur 12. SAP – Betriebs­ und Personalrätekonferenz hier in Mannheim willkommen heißen und die Veranstaltung eröffnen. 81 Teilnehmer aus 47 Versorgungs- und Verkehrsunternehmen haben sich eingefunden um einen umfangreichen Erfahrungsaustausch zu pflegen und neue Erkenntnisse für Ihre Arbeit mit nach Hause zu nehmen. Leider konnten wir die Vorgaben aus Berlin mit 100 Teilnehmern aus 50 Betrieben nicht halten. Aber auch ohne den Hauptstadtbonus haben wir hier im Dreiländereck von Baden-Württemberg, Rheinland – Pfalz und Hessen eine erfreuliche Teilnehmerzahl erzielt. Positiv wirkt sich für uns die räumliche Nähe zur SAP AG aus. Rund 25 km entfernt, in Walldorf, hat die SAP AG ihren Hauptsitz. Von hier konnten wir u.a. einen Referenten für SAP-IS-U gewinnen und eine fachliche Kapazität für die am Donnerstag stattfindende Podiumsdiskussion.

Und schon bin ich beim Organisatorischen. Ständige Betreuer für Sie, mit ein paar Einschränkungen natürlich, werden meine BR – Kollegen Werner Ehret, Haus-Jürgen Trimborn, Wolfgang Schmidt und ich sein. Mein Name ist Manfred Lösch, ich bin 29 Jahre bei der MVV beschäftigt und seit über einem Jahr freigestelltes BR – Mitglied.
Kollege Werner Ehret ist 37 Jahre bei der MVV dabei und stellvertretender BR-Vorsitzender. Die Kollegen Hans-Jürgen  Trimborn und Wolfgang Schmidt sind BR-Mitglieder. Sollten Sie also etwas benötigen oder Hilfe brauchen, bitte melden Sie sich bei uns.
Bitte haben Sie aber auch mit uns etwas Nachsicht, wir veranstalten so eine Konferenz zum ersten Mal und da kann es schon mal passieren, dass etwas nicht klappt.
Jeder Kongressteilnehmer hat einen Namensstecker der weiß ist, die der Referenten sind blau und der Anstecker der AK-Mitglieder ist gelb.
An dieser Stelle lassen Sie mich bitte den AK-Mitgliedern für die Unterstützung zur Vorbereitung der Konferenz danken. Die Kollegen Egon Muthmann, Rolf Nidrich  und Uwe Herzog des Arbeitskreises sind Mitglieder des Podiums.
An der heutigen Tagungsordnung tritt keine Änderung ein.
Zur Kaffeepause, gegen 16.00 Uhr, treffen wir uns im Glasgang vor dem Konferenzsaal Abendessen ist im Restaurant „Holzkistl“ gegen 18.00 Uhr. Es befindet sich im Kellergeschoss.
Um 20.00 Uhr findet genau gegenüber im Kabarett-Theater „Schatzkistl“ ein Kabarettstück  mit Madeleine Sauveur statt, zu dem ich jetzt schon viel Vergnügen wünsche.
Bei der anschließenden privaten Abendgestaltung denken Sie bitte daran, morgen ist ein weiterer arbeitsreicher Tag an dem u.a. in 4 Foren anspruchsvolle Themen bewältigt werden sollen. Darüber hinaus heißt es auch noch abends Standfestigkeit bei der Weinprobe zu beweisen.
Ich bitte alle, die Handy’s abzustellen.
Eine PIN-Wand zum Informationsaustausch steht an der Rückseite des Saales.
Jetzt übergebe ich zur weiteren Begrüßung das Wort an unseren Konzernbetriebsratsvorsitzenden Hans-Jürgen Farrenkopf.

Er begrüßte als erstes alle Teilnehmer der 12. SAP – Betriebs – und Personalrätekonferenz auf das Herzlichste und unterstrich, wie wichtig gerade in der heutigen Zeit solcher Austausch von Erfahrungen und dazulernen von neuen Technologien für die Arbeitnehmervertreter in den Betrieben ist. Denn es kann nur ein miteinander geben, um die anstehenden Aufgaben zu bewältigen.
Mit Blick auf die Umgebung von Mannheim verwies er auf die verschiedensten Energie – und Verkehrsunternehmen, die dort tätig sind und so natürlich die MVV immer wieder zwingen im Wettbewerb zu bestehen.
Das heißt jeden Tag aufs Neue die Kreativität aller Mitarbeiter auszuschöpfen, aber auch daran zu denken, dass der Mensch immer im Vordergrund stehen muss für die Betriebs- und Personalräte. Durch den Wettbewerb komme es leider immer als erstes zu Personalabbau, der so weit es geht sozialverträglich gestaltet wird.
Er appellierte an ein solidarisches Miteinander aller Arbeitnehmervertreter, denn ein Auseinanderdividieren durch den Wettbewerb darf es nicht geben, nur gemeinsam ist man stark.
Zum Schluss seiner Ausführungen dankte Hans- Jürgen Farrenkopf allen Kollegen, die tatkräftig bei der Vorbereitung mitgewirkt haben.
Allen Konferenzteilnehmern wünschte er ein gutes Gelingen und neue Erfahrungen zum Wohle aller Arbeitnehmer.

Nun ergriff der Arbeitsdirektor der MVV Energie AG, Klaus Curth, das Wort. 46 Jahre im Unternehmen MVV tätig zu sein, habe Ihn natürlich geprägt und sensibilisiert für das Wohlergehen des Betriebes und seiner Beschäftigten. Nach seiner Meinung habe die Bundesrepublik Deutschland Globalisierungsfehler auf dem Energiemarkt gemacht.
Klaus Curth hob hervor, dass die MVV Europaweit tätig sei und es z.B. gelungen sei Kraftwerke von Großunternehmen (ABB) zu übernehmen und zu betreiben. Das sei ohne hochqualifiziertes Fachpersonal nicht möglich gewesen, zum Glück verfügt die MVV über solche Fachleute. Dabei sei es aber trotzdem wichtig, immer wieder auch von anderen zu lernen, denn ein modernes Unternehmen muss immer offen für neues sein, um bestehen zu können.

Für alle gab es jetzt die erste Pause und Gelegenheit zum ersten kennen lernen untereinander oder das Auffrischen alter Bekanntschaften.

Nach dieser freundlichen Begrüßung folgte als nächster TOP der Bericht des Arbeitskreises über seine Aktivitäten seit der letzten Konferenz in Berlin, vorgetragen durch den Sprecher des Arbeitskreises, Egon Muthmann:

Die Konferenz wurde fortgesetzt mit einem Beitrag von Karin Schuler, Unternehmensberaterin, zum Thema „Datenschutz und Datensicherheit in Netzwerken“.
Karin Schuler, Jahrgang 1962, Diplom-lnformatikerin, wohnhaft in Bonn, freiberufliche Beraterin im Bereich Datenschutz und Datensicherheit, Beratung überwiegend für betriebliche Datenschutzbeauftragte und Betriebs- und Personalräte, häufige Zusammenarbeit mit BIT e.V., außerdem aktives Mitglied und ehemaliges Vorstandsmitglied der Deutschen Vereinigung für Datenschutz (DVD e.V.)

Jetzt folgte die erste Kaffeepause und es gab schon hinreichend Stoff  für erste Diskussionen.

Zum Abschluss des ersten Konferenztages referierte Knut Hüneke, Unternehmensberater, über das Thema „SAP R/3 und die Qualität der Arbeit“.

Nach diesem Vortrag war der erste Konferenztag schon wieder wie im Flug vergangen, aber wer glaubte, dass es das schon gewesen sei, irrte sich gewaltig. Erst einmal konnten sich alle Teilnehmerinnen frisch machen, um sich dann an einem herrlichen Buffet zu laben. Dazu ein edler Tropfen und jede Müdigkeit war verflogen. Das war aber auch nötig, denn zum Abschluss des Abends gab es noch ein besonderes Highlight, exklusiv fiir die Konferenz zeigte Madeleine Sauveur „Mannheims derzeit wohl bekannteste Diseuse“, Ihr Programm „Konzentriert nach Nirgendwo„.
Wer jetzt immer noch nicht genug hatte erkundete das nächtliche Mannheim oder nahm einen Absacker in der Hotelbar.

 

2. Tag – 20. Oktober 1999

Nachdem am Morgen des zweiten Konferenztages alle frisch und munter erschienen waren, stellte Ralf Ulrich von der MVV Energie AG, die Einführung eines Call-Centers vor.
Vorher beantwortete er aber noch einige Fragen aus dem Plenum, z. B.:

Frage: Ist Samstag Regelarbeitszeit?
Antwort: Ja.

Frage: Haben sich die Anrufe erhöht, seit RIVA eingeführt wurde? 
Antwort: Durch ein neues Rechnungslayout gibt es mehr Anrufe.

Frage: Wie ist die Stellenbesetzung im Call-Center?
Antwort: 20 – Stunden – Jobs, 630.- DM- Basis, Studenten

Frage: Unter welcher Nummer rufen die Kunden an?
Antwort: Unter einer Servicenummer, die Zentrale ist noch nicht im CC integriert.

Frage: Wie steht es mit der Zufriedenheit der Kollegen?
Antwort: Tendenz geht zur Mischarbeit, nicht länger als drei Stunden Telefondienst, acht Stunden am Telefon wäre eine Zumutung, Krankenstand liegt bei 5,5 %, die Arbeitsplatzgestaltung ist noch nicht abgeschlossen!

Als zweiter Referent des Tages kam nun Reinhard Linz, BIT – Bochum zu Wort.
Er befasste sich mit Regelungs- und Gestaltungsmöglichkeiten bei der Einführung eines CC. Der Betriebsrat muss sich schon in der Konzeptionsphase einbringen, um an der Gestaltung erfolgreich teilhaben zu können. Besonders wichtig sind die Anforderungen an die Softwareergonomie!

Thomas Keller, angestellt bei SAP, stellte dann das neue Projekt SAP-U vor.
Er berichtete, dass neben der R 3-Lizenz zusätzlich eine IS–U – Lizenz erworben werden muss, um mit diesem Modul arbeiten zu können. Weiterhin kündigte er an, dass im Mai 2000 IS-U mit einer 4.6.1. Oberfläche auf den Markt kommt. Weltweit würden zur Zeit 120 IS-U – Einführungsprojekte laufen, produktiv arbeiten weltweit zwölf Unternehmen mit IS-U und die Stadtwerke Lüdenscheid waren weltweit die ersten Nutzer. Den IS-U – Leitfaden  kann man sich aus dem Internet mit einem Umfang von 150 Seiten herunterladen.

Der Vormittag war mit solchen interessanten Themen belegt, dass die Zeit wie im Fluge verging! Nun hatten sich alle Teilnehmer ein kräftiges Mittagessen verdient und schließlich wollte man sich über das Gehörte auch austauschen.

Nach dem wohlschmeckenden Mahl ging es am Nachmittag in nunmehr schon bewährter Weise mit der Forenarbeit weiter.
Die Protokolle dazu findet Ihr auf den nächsten Seiten, leider gibt es nicht zu allen Foren Protokolle, wofür ich mich hiermit entschuldigen möchte und für das nächste Jahr Besserung gelobe, aber auch ich war auf Zuarbeiten angewiesen, die leider nicht bei mir vorlagen und somit auch zu einer Verzögerung beim Erstellen des Protokolls führten. Nochmals Entschuldigung!

Am Abend des zweiten Tages waren wir zu Gast zu einer Weinprobe im Zentkeller Schriesheim! Es wurde ein herrlicher Abend mit erlesenen Weinen und einem hervorragenden Buffet. Dafür nochmal ein herzliches Danke an unsere Gastgeber und dem Team des Zentkellers Schriesheim!

 

3. Tag – 21. Oktober 1999

Zum ersten Mal in der Geschichte der Konferenz kam eine Referentin aus den neuen Bundesländern, Frau Sonja Maaß, bis vor kurzen noch Abteilungsleiterin des Organisations-­ und Rechenzentrum der Dresdner Verkehrsbetriebe AG sprach zum Thema: “ Einführung von SAP R I 3 bei der DVB AG „.
Der mehrmals von Beifall unterbrochene Vortrag zeigte deutlich, dass bei allen Schwierigkeiten bei der Einführung von SAP es unbedingt notwendig ist, den eigenen fachlich hoch qualifizierten Personal zu vertrauen und von Anfang bis Ende ein vertrauensvolles Miteinander mit dem Betriebsrat zu praktizieren.

Anschließend stellte Rainer Rubrecht, tätig im Bereich Vertrieb Personalwirtschaftssysteme bei der Firma SAP, SAP – enjoy vor.

Als Abschluss gab es eine Podiumsdiskussion zum Thema „Einführung SAP und Telearbeit“.

Zum Abschluss der Konferenz gab es noch einmal ein herzliches Danke an unsere Gastgeber für die hervorragende Organisation und Durchführung der Konferenz. Die Tage in Mannheim werden allen Teilnehmern unvergesslich bleiben.

Die 13. SAP – Betriebs- und Personalrätekonferenz findet im Jahr 2000 in Wuppertal statt.
Noch ein Wort in eigener Sache. Leider ist nicht jedes Protokoll der Referenten vom Druck her in ausreichender Qualität, aber wie schon einmal bemerkt sind wir auf Zuarbeiten angewiesen, die wir zum Teil nicht mehr verbessern konnten. Wir bemühen uns in Zukunft um drucktechnisch ordentliche Protokolle vorgelegt zu bekommen.

 

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